Meinungen/ Rezensionen:

 

Zu "Zwei Seiten":

 

"In einem, man könnte sagen genreübergreifenden Roman, der, wie eine Rezension feststellt, gleichermaßen Abenteuer-,Liebes-, Politkrimi und Gesellschaftsroman ist, greift der Autor das aktuelle Thema von Flüchtlingen auf, die wegen politischer Entwicklungen ihre Heimat verlassen müssen."

Barbara Zeizinger bei der Leipziger Buchmesse 2015.

Auch in: "Bawülon. Süddeutsche Matrix für Literatur und Kunst." Nr. 2/2015. 

 

"Nicht zu Unrecht erhielt Mark Behrens für seinen äußerst lesenswerten Roman den Prosa Debütpreis 2013."

Stefanie Weh, Hamburg.

In: "Decision. Kulturzeitschrift in Europa." Nr. 101 / 2013.

 

"Literarisch folgt der Roman keinem bestimmten Genre, doch probiert Fabian, der fiktive Erzähler, verschiedene Erzählverfahren der klassischen Moderne aus und kontrastiert sie mit der Gegenwart. Im zweiten Teil, der zweiten Seite des Romans,(...) verteilt Behrens in diesem Zusammenhang auch etwas Lokalkolorit." 

Volker Knickmeyer, Minden.

In: "Mindener Tageblatt". 22. November 2013.

 

Zu "Charles Baudelaire bei Max und Margarete Bruns":

 

"Die Übersetzungen der Bruns (v. Les Fleurs du Mal) wurden 1923 veröffentlicht, das heißt sie sind praktisch zeitgenössisch zu den Versionen Benjamins...Mark Behrens bringt in seiner Studie ein lustiges Beispiel für Benjamin als Übersetzer in der Art der infidèles belles des 18. Jahrhunderts auf Kollisionskurs mit seinen eigenen Reflexionen über die Aufgabe des Übersetzers."

Susana Kampff Lages, Rio de Janeiro.

In: "Alea. Estudos Neolatinos", 2007. 

Mark Behrens - wer ist das?

 

Vielleicht hätte Schopenhauer ihn nicht als Mensch bezeichnet - es scheint aber einer zu sein.

 

Was tut er?

 

Manches - zum Beispiel schreiben. 

 

Warum schreibt er Gedichte, Kurzgeschichten, Hörspiele und gar Romane?

 

Das ist schwer zu sagen. Was erzählende Prosa angeht, hat er das schon immer hin und wieder getan - das heißt, so etwa ab dem 11. Lebensjahr. Damals wurde von einer europäischen Autorenvereinigung in Minden ein Schülerwettbewerb an dortigen Schulen durchgeführt. Im selben Jahr bestand auch an seinem Gymnasium eine Klassenarbeit im Fach Deutsch aus dem Verfassen einer Kurzgeschichte bei freier Themenwahl. Gedichte hat er erst später geschrieben. Es ist wohl die Art, wie er sich anderen am liebsten mitteilt. Die Mitteilung besteht weder in einer reinen Information, noch geht es nur um ihn selbst. Auch die Ich-Erzähler in seiner Prosa sind frei erfundene Figuren, die Texte sind in der Regel fiktional - abgesehen von den Essays.

 

Fiktional? Nicht fiktiv?

 

Dann gäbe es sie ja gar nicht. Sagen Sie, wer sind Sie überhaupt?

 

Ich bin auch ich.

 

Ach so.

 

Doch zurück zum Thema: Weshalb schreibt er denn außerdem über andere und deren Texte?

 

Es bringt ihnen und ihm etwas, jedenfalls manchmal. Das gilt selbstverständlich nicht für alle derjenigen Auftragsarbeiten, die er während seiner Zeit als freier Mitarbeiter für regionale Tageszeitungen erledigte. Da ist er als Rezensent mitunter an so manchen geraten, den er persönlich niemandem empfohlen hätte. Ab und zu waren jedoch auch interessante Leute dabei. Insgesamt wird man ihm sowieso nicht ganz gerecht, wenn man ihn nur nach seinen Rezensionen, also seinen Texten über Texte beurteilt.

 

Aber warum hat er nun auch noch ein Sachbuch über Literatur veröffentlicht, noch dazu eines, in dem es um längst verstorbene Dichter geht - wie Charles Baudelaire?

 

Lesen sie es und sie werden es wissen. Aber ich empfehle vor allem seinen Roman - die "Zwei Seiten" haben es in sich. 

 

Okay, schaden wird es mir schon nicht. Wie lebt er heute?

 

Er lebt als freier Schriftsteller in Petershagen und arbeitet auch als Dozent - ebenfalls freiberuflich.

 

  

Verleihung der Depütpreise des Pop Verlags 2013 und 2015: Festakt bei der Buchmesse in Leipzig mit Traian Pop, mir, Laudatorin Barbara Zeizinger (mit "Zwei Seiten") und Eric Giebel.                                            Foto: Ilona Schäfer 

Vita (faktisch):

Mark Behrens wurde 1973 in Minden als Nesthaken einer fünfköpfigen Familie geboren und zunächst wie so mancher Junge im Vorort Dankersen sozialisiert. Lesen und Schreiben wurden jedoch schnell zum zweiten Hobby und so entwickelte er sich früh zum Einzelgänger und Mannschaftssportler zugleich. Nach Schulzeit und Pflichtdienst für den Staat entschied er sich, das zweite Hobby zum Beruf zu machen, bereiste Nord- und Südamerika und studierte ab Ende 1994 Literaturwissenschaft an der Uni Bielefeld. 

Von 2001 bis Frühjahr 2004 schrieb er als freier Mitarbeiter für regionale Tageszeitungen, wandte sich dann wieder speziell der Literatur zu und promovierte Ende 2005 über die Baudelaire-Übersetzungen der Eheleute Bruns. Daraus resultierte die Mitarbeit an überregionalen Fachlexika. 

Mark Behrens ist Mitglied der europäischen Autoren-vereinigung "Die Kogge" sowie des VS und führte außerdem verschiedene Veranstaltungs-projekte durch.  

 

 Buchveröffentlichungen:

 

"Zwei Seiten". Roman. Ludwigsburg: Pop Verlag.

 

 

"Charles Baudelaire bei Max und Margarete Bruns". Ludwigsburg: Pop Verlag.